Neues

Mitreißend, lustig und emotional: “ANATEVKA” - das Musical Artikel von Verena Stadlbauer, 10a

“Tradition!”; So beginnt das Musical “Anatevka” im Theater am Hagen in Straubing. Im Publikum sitzen zahlreiche Schüler und Lehrer der Realschule Arnstorf, die schon gespannt auf die ausgeleuchtete Bühne blicken.


Am Donnerstag, den 13. Oktober war es soweit. Die Vorhänge gingen auf und die Schüler konnten, nach einer langen Corona-Pause, endlich mal wieder das Theater besuchen.

Schick und elegant gekleidet trafen die Jugendlichen Abends zum Treffpunkt am Busparkplatz ein und dann ging die 40 minütige Busfahrt los.


“Anatevka” (Originaltitel: “Fiddler on the Roof'') wurde an diesem Abend von der “Crazy Musical Company” aufgeführt. Und im Orchestergraben saß auch jemand, den die meisten Schüler kennen: Frau Kusebauch, die das Musical mit ihrer Querflöte begleitete.


Das Stück ist in zwei Akten eingeteilt, dauert ca 2,5 Stunden und die Handlung basiert auf einem Roman von Scholem Alejchem mit dem Titel “Tewje, der Milchmann”


Handlung


Das Stück spielt um das Jahr 1905 im jüdischen Schtetl Anatevka, das inmitten Russlands liegt. Das Örtchen ist überzeugt von strenger Tradition, sowie die Hauptcharaktere Tevja, der Milchmann, seine Frau Golde und die fünf gemeinsamen Töchter. Wie nach jüdischer Tradition sollen die drei ältesten Töchter- Zeitel, Hodel und Chava- durch die Heiratsvermittlerin Jente an angemessene Männer verheiratet werden.

Doch die Mädchen wollen keinen Mann aufgezwungen bekommen und verlieben sich nach eigenem Willen.

Tochter Zeitel, deren Hochzeit zwischen Fleischer Lazar Wolf schon voll in Gange war, verliebte sich in ihren Freund, den armen Schneider, Mottel.

Die Zweite, Hodel, verlobte sich dann aus eigener Hand mit dem neu eingetroffenen Hauslehrer und Revolutionist Perchik und verließ Anatevka, um mit ihrem Mann in Sibirien zu leben.

Mit schwerem Herzen vergibt Vater Tevje ihnen und versucht trotzdem, sie zu lieben. Doch seine Gnädigkeit kommt an die Grenzen, als seine dritte Tochter Chava mit dem Russen und orthodox Christlichen Fedja ein romantisches Verhältnis angeht. Tevje ist seine Religion sehr wichtig, so zerreißt er den Familienbund und schickt Chava fort.

Kurz darauf bricht ein Pogrom, ein Angriff der Russen auf die jüdische Bevölkerung, herein und die Bürger von Anatevka müssen ihre Heimat auf ewig verlassen.


Insider Infos


Wie im ersten Abschnitt erwähnt, wirkte Frau Kusebauch bei der Produktion mit und hat uns ein paar spannende Fragen beantwortet:


Frage 1: Wie lange hat das Einstudieren des Musicals gedauert?

Das kommt darauf an, in welcher Position man ist.

Zuerst werden der Regisseur und der musikalische Leiter aktiv. Sie suchen sich 2 Jahre im Voraus das neue Stück aus. Dabei achten sie darauf, ob das Stück für unsere Besetzung (also den Verein Crazy Musical Company) geeignet ist und ob sie das Stück anspricht. Danach wird mit dem Verlag geklärt, ob das Stück spielbar und einigermaßen bezahlbar ist. . Ca. ein Jahr vorher inszeniert der Regisseur das Stück und der musikalische Leiter lernt das Stück auswendig.

Die Schauspieler beginnen 5-6 Monate vor der Premiere mit den szenischen und musikalischen Proben.

Das Orchester beginnt 4-6 Wochen vor der Premiere mit den Proben (natürlich hat da jeder Einzelne seine Stimme schon über einige Wochen zu Hause alleine geprobt).

Vor der Premiere waren die Schauspieler dieses Mal an zwei Abenden im Theater, um die Positionen auf der Bühne festzulegen, danach folgten die Hauptprobe und die Generalprobe mit dem Orchester.

Frage 2: Wie viele Personen haben letztendlich bei dem ganzen Projekt mitgewirkt?

Das dürften wohl um die 80 gewesen sein, auch wenn man weit nicht alle gesehen hat.

Frage 3: Wie fühlten Sie sich beim Erstauftritt von Anatevka?

Im April waren wir tatsächlich alle sehr aufgeregt, da coronabedingt (fast täglich!!!) viele Umbesetzungen stattgefunden haben. Da fiebert man ein bisschen mehr mit als bei einer normalen Show. Ansonsten gehören Freude und ein kleines bisschen Nervosität immer zu einer Aufführung dazu.

Frage 4: Werden Musical-/Theaterfahrten in Zukunft öfter stattfinden?

Ich hoffe es!!!

Wir geben alles, denn ihr wart gigantisch! Bessere Schüler kann man sich nicht wünschen! Danke dafür!

Vielen lieben Dank an Frau Kusebauch und auch Danke an die Leser, die sich für diesen Artikel Zeit genommen haben!

Quellen: Crazy-Musical.de ; Anatevka- Wikipedia



Endlich wieder Berufsinfomesse an der RSA!

Am 20.10.2022 fand, nach einer zweijährigen Pause wegen Corona, wieder die Berufsinfomesse der Real- und Mittelschule in der Dreifachturnhalle Arnstorf statt.

Die Besucher wurden an 61 Ständen in der ganzen Turnhalle über verschiedene Jobs aufgeklärt.

Ein neuer Rekord an Ausstellern! Die Stände reichten von Handwerken, Informationstechnologie, Elektriker, über Handel, Banken bis zur Deutschen Bahn. Es waren auch Berufsschulen für Fremdsprachen, Ernährung & Versorgung oder Ergotherapie dabei. So konnten sich die späteren Azubis gut über die Ausbildungsplätze informieren. Die Messe erlebte viele Besucher.

Das Medienteam hat sich etwas umgehört und folgende Verbesserungsvorschläge eingesammelt. Um mehr Ordnung zu haben wünschen sich manche Besucher eine einheitliche Richtung, die sie gehen sollten, markiert durch Pfeile auf dem Boden. Eine größere/diversere Auswahl an Ständen hatten sich auch 2 Schülerinnen gewünscht, da deren Interessen nicht durch einen Stand verkörpert wurden. Mehrere Befragte stimmten dieser Aussage zu.

Alle waren sich einig, dass es eine sehr gelungene und informative Ausstellung war.

Bei weiteren Fragen und Informationen zu den verschiedenen Ausstellern und deren Ausbildungsberufe könnte ihr euch gerne bei mir melden.

Für das Medienteam: Julia Harlander, 9a





Was so alles zum Jahresende los ist..

„Zum Jahresende werden doch eh nur noch Filme angeschaut!“ Immer wieder hören wir diese Aussage. Dabei ist tatsächlich nicht einmal weniger los, sondern es geht richtig rund an der Staatlichen Realschule Arnstorf. Angefangen am 07. April mit der großen und ertragreichen Spendenaktion für die Ukraine, in der durch Waffel- und Crêpes-Verkauf die Grundlage für eine finanzielle und materielle Spende geschaffen wurde: Über 3.000 Euro.

Dann kamen auch schon die ersten ukrainischen Schüler*innen an unsere Schule. In einer kleinen Willkommensklasse lernen sie die Grundzüge der deutschen Sprache kennen und nehmen aber auch in Klassen, die ihrer Altersstufe entsprechen, am regulären Unterricht teil. Besonders dem Fach Sport kommt dabei eine unkomplizierte Vermittlerrolle zu, denn hier spielen sprachliche Barrieren kaum eine Rolle. Im kommenden Schuljahr können die Jugendlichen dann hoffentlich auch immer mehr am regulären Unterricht teilnehmen. Schon in diesem Schuljahr konnten sie mittels der Spenden an Fahrten wie den Tagen der Orientierung oder der Pullman-City-Fahrt der 5. Klassen teilnehmen.

Das neue Schulmaskottchen, unser Ritter, war bis kurz vor den Pfingstferien noch namenlos, das konnte natürlich nicht so bleiben! Daher wurde er nochmals im großen Stil präsentiert und gleichzeitig zur schulweiten Abstimmung über den zukünftigen Namen aufgerufen. Die Schüler*innen entschieden sich mit großer Mehrheit für „Sigi“. Ritter (oder Ritterin?) Sigi freut sich zudem sehr, dass eine wunderschöne, selbstgebaute Säule in Burg-Optik in die Aula einziehen darf, die die SMV zukünftig für Ankündigungen und Ausschreibungen nutzen kann. Für das kommende Schuljahr werden auch noch für eine weitere Neuerung die Weichen gestellt: Ein Schulparlament, das, passend zu Sigi, in kleinen und großen Tafelrunden für die Schülerschaft Mitbestimmungsmöglichkeiten bieten wird. Die dadurch veränderten und herausfordernden Anforderungen an die Klassensprecher*innen müssen natürlich zum ersten Schultag im September dargestellt werden, hierfür wird ein Erklärvideo erstellt.

Gänzlich unpolitisch kommt dagegen der „Einfach-Schee-Nachmittag“ daher, an dem die Fünft- und Sechstklässler*innen Sport, Spiele und Snacks erleben können, komplett erarbeitet und umgesetzt von der SMV.

Apropos Sport, wenn es aufs Schuljahresende zugeht, darf ein Sportfest (Bundesjugendspiele) nicht fehlen! Und weil die Schüler*innen dabei schon bewiesen haben, wie gut sie im Training sind, sammelten sie beim Sponsorenlauf durch ihre erlaufenen 7.500 Kilometer Spenden in Höhe von rund 12.000 Euro für verschiedene soziale Zwecke! Sozial betätigt haben wir uns auch beim Schafkopf-Kurs mit anschließendem Turnier und bei unserer „Mädchen-Mädchen-Aktion“, bei der die großen Mädchen den noch nicht ganz so großen Mädchen die Fragen beantwortet haben, die sie eher Gleichaltrigen stellen. Und schließlich lief auch noch das komplette zweite Halbjahr lang im Rahmen der Bewerbung zur Umweltschule die Klassenzimmer-Olympiade. Der Raum der 8a war sauberkeitstechnisch 1A, weshalb sie das Angebot der Firma Haas wahrnehmen und einen Tag lang Holz erleben durfte („Waldtag“), einmal im verarbeiteten Zustand im Betrieb, einmal im Urzustand im Wald. Und Brotzeit gab es auch! Nicht zu vergessen: Der Löwenanteil der Ukraine-Spenden landete Mitte Juli in Form von Lebensmitteln, Babynahrung und Windeln in dutzenden Einkaufswägen, anschließend fuhr ein Hilfskonvoi die Sachspenden in entlegene ukrainische Gebiete.

Vor lauter Aktionen bin ich jetzt noch nicht einmal dazu gekommen, für morgen einen guten Film auszusuchen! Am Ende muss ich noch Unterricht machen!




Mädchen-Gespräche

Aktion unserer älteren Schülerinnen für die Mädchen der 7. Klassen


„Olle homd an Freind, i fühl mi oba na ned bereit“ oder „Wow, is des Mädl schee, i fang a, an mir zu zweifeln“ – solche Gedanken kennen viele von uns.

Vier Schülerinnen der 10. Klassen überlegten sich Anfang dieses Schuljahres, wie man jüngeren Mädchen etwas mehr Selbstvertrauen auf den Weg geben könnte.

Sie wollten ihnen in einer „intimen Gesprächsrunde“ mögliche Fragen beantworten und eigene Erfahrungen mit den Mädchen teilen.

Dieser sogenannte „Girls-Talk“ wurde dann am 29.03. und 07.04. in den 7. Klassen von 12 Schülerinnen der höheren Jahrgangsstufen umgesetzt.

Mit Spielen, wie zum Beispiel einem, bei dem jeder ein Blatt Papier auf dem Rücken hat und die Mitschülerinnen etwas Positives über die Person darauf schreiben, sollte die Stimmung aufgelockert werden.

Es wurden Themen angesprochen, über die man normalerweise mit Lehrern nicht so gerne spricht, wie Menstruation, toxische Freundschaften, Beziehungen oder Probleme mit den Eltern. Anonyme Fragen, die die 7. Klässlerinnen vorher auf einen Zettel geschrieben hatten, wurden anschließend von uns „Älteren“ beantwortet.

- Schülerinnen aus der 10. Klasse


Schafkopfcrashkurs & Schafkopfturnier an der RSA

„I spui mid da Oidn!“, „Ober sticht Unter“, „Eichel, Gras, Herz, Schelle“.

Um was zum Geier gehts denn da? Genauso wie manchem Leser erging es auch den Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu Beginn des Schafkopfcrashkurses an der RSA, doch lange blieb diese Frage nicht unbeantwortet.

Am Dienstag, den 03.05.2022, fand an der RSA, organisiert von Schülersprecher Nico Mießlinger und mit tatkräftiger Unterstützung von Gehilfen (Verbindungslehrer Florian Mittermeier und Schüler*innen aus der 9. und 10. Klasse) ein Anfängercrashkurs zum Schafkopfen statt. In kleinen Gruppen lernten die Interessierten das bayerische Traditionsspiel kennen. Begonnen wurde mit den Grundkenntnissen: Reihenfolge der Trümpfe, Grundregeln der Spielvariante Sauspiel usw. Durch eine ausführliche Erklärung wurde unseren Schüler*innen schnell klar, worum es in diesem Spiel geht: Denn Schafkopfen ist kein Spiel wie Watten, bei welchem man auf gut Glück spielen kann, sondern man muss nachdenken und sich einiges einprägen. Nach der kurzen Einführung bekamen die motivierten Spieler auch schon die Karten in die Hand, es wurde ausgeteilt und losgezockt. Die Grundkenntnisse saßen schnell. Jetzt muss nur noch an den Feinheiten, wie den verschiedenen Spielarten und der Taktik, gearbeitet werden.

Am Ende des Kurses war nicht nur irgendein Kartenspiel erlernt worden, sondern in aktiver und moderner Brauchtumspflege bayerisches Kulturgut vermittelt worden. Das schreit nach einem Schafkopfturnier!

Und auch dieses ließ nicht lange auf sich warten: Bereits am Dienstag, den 10. Mai, war es so weit: Mehrere Schüler, Schülerinnen und Lehrkräfte hatten sich im Außenbereich der IZBB zusammengefunden, um den Schafkopfkönig der RSA zu küren. So wurde gezockt - spielerprobte alte Hasen gegen blutige Anfänger, Schüler gegen Lehrer. Den ersten Turnierplatz konnte sich letztendlich Lehrer Paul Weinzierl mit 13 Punkten sichern, gefolgt von Severin aus der 9a mit 10 Punkten und Tobias aus der 10c mit 8 Punkten und zwei Solo-Siegen.

-Nico Mießlinger, 10c; Verbindungslehrer


Der Krieg in der Ukraine – Wie konnte es so weit kommen?

Schon seit fast eineinhalb Monaten führt Russland Krieg gegen die Ukraine, aber was ist dort eigentlich los und wie ist es überhaupt dazu gekommen, dass sich zwei Länder auf dem europäischen Kontinent bekriegen?


Die aktuelle Situation in der Ukraine

Schon seit fünf Wochen tobt Krieg in der Ukraine und tausende Menschen mussten schon ihr Zuhause verlassen und in Nachbarländer fliehen.

Russische Truppen kommen von allen Seiten. Währenddessen versuchen ukrainische Truppen die Stellung zu halten mit allem was sie haben und bekommen regelmäßig Waffen-Nachschub von NATO-Ländern.

Der Krieg hat schon Tausenden das Leben genommen und es werden Zivilisten weiterhin bombardiert.


Sanktionen gegen Russland und Folgen

Als Antwort auf Russlands Einmarsch in die Ukraine zeigt der Westen Einigkeit mit mehreren Sanktionspaketen gegen die russische Regierung. Auch viele Großfirmen haben sich gegen die Invasion eingesetzt und haben ihre Kooperation mit Russland komplett beendet.

All dies führt die russische Wirtschaft immer weiter ins komplette Chaos.

Einige Menschen in Russland gehen währenddessen auf die Straße, um gegen die Aktionen ihrer Regierung zu demonstrieren, was schon zu mehreren tausenden Festnahmen führte.


Die Vorgeschichte

Viele stellen sich jetzt wahrscheinlich die Frage: „Aber wieso ist denn jetzt eigentlich Krieg?“

Um diese Frage zu beantworten, muss man zurück in die Vergangenheit schauen, um zu sehen, wieso eigentlich Russland in die Ukraine einmarschiert ist.

Ursachen, wie beispielsweise die Maidan-Revolution von 2014, wo die Ukraine gegen russischen Einfluss in ihrer Regierung kämpfte, aber auch der folgende Krieg in der Ostukraine mit russischen Separatisten sind alles Dinge, die nun zum Krieg mit Russland beigetragen haben.


Die Maidan-Revolution und Annektierung der Krim

Vor acht Jahren führten landesweite Demonstrationen zur Maidan-Revolution gegen die damalige Regierung der Ukraine. Der ehemalige Präsident der Ukraine, Wiktor Janukowytsch, der die Ukraine mit Russland verbünden wollte anstatt mit der EU, musste nach Russland fliehen und kurz darauf wurde eine neue pro-europäische Regierung gewählt.

Zur selben Zeit nahm Russland illegaler Weise die Halbinsel Krim der Ukraine ein und finanzierte andere russische Separatisten in der Ost-Ukraine und half ihnen militärisch gegen die ukrainische Regierung, was zum Donbass-Krieg führte.


Der Krieg in der Donbass-Region in der Ostukraine

Während der Maidan-Revolution gegen die Regierung nahmen russisch-sprachige Separatisten die Städte Donezk, Luhansk und die umliegende Umgebung ein, um Unabhängigkeit von der Ukraine zu erreichen.

Diese wurden jedoch von der neuen ukrainischen Regierung bekämpft, doch sie konnten sich mit der Hilfe des russischen Militärs verteidigen, was zum Waffenstillstand zwischen den beiden Seiten führte.


Wie es letztendlich zum Krieg kam

In 2021 rückten immer mehr russische Truppen an die Grenze zur Ukraine an, was im Frühjahr 2022 zur Ukraine-Krise führte. Zudem gab es mehrere Verstöße gegen die Waffenruhe in der Donbass-Region. Auf diese Bedrohung kam eine aktive und vereinigte Antwort von der EU und NATO, was Moskau nicht geahnt hatte.

Aus Sicht der russischen Regierung wollen sie die russisch-sprechende Bevölkerung der Ukraine beschützen und die ukrainische Regierung „denazifizieren“. Aber aus der Perspektive der Ukraine ist der russische Aufmarsch eine unglaubliche Bedrohung.

In den Tagen vor dem Krieg erkannte Moskau die Rebellengebiete Luhansk und Donezk als unabhängig von der ukrainischen Regierung, was dann unmittelbar zum jetzigen Krieg führte. Russlands Vorgehen verletzte die territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine und sei „unvereinbar mit den Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen“. Das heißt: Russland hat das Völkerrecht gegenüber der Ukraine gebrochen.

Veränderungen der russischen Truppenpräsenz in der Ukraine:

Eingebunden sein in eine große Mission – Auftaktaktion „Umweltschule“

Am Dienstag und Donnerstag nach den Faschingsferien war es endlich soweit und spätestens jetzt wissen alle Schüler:innen der RSA Bescheid: Wir werden eine Umweltschule. Umweltschule? Was steckt dahinter?

Als Umweltschule wird eine Schule bezeichnet, die ihren Schüler:innen Umweltbewusstsein vermittelt und sich um besondere Schonung der Umwelt bemüht. Um diesen Titel, der von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung (DGU) verliehen wird, hat sich auch die RSA beworben. Jetzt geht es darum, alle mit ins Boot zu holen und mit tollen Aktionen, Projekten und Ideen möglichst viele Sterne dieser Auszeichnung zu ergattern.

Wie wir das schaffen können, erklärt unser engagiertes und kompetentes Zukunftsteam allen Klassen in Form eines 45minütigen Vortrages in der Aula. Unterstützt und angetrieben wird unser Zukunftsteam von unseren Biologen Herrn Huber und Frau Lummer, die die Initiatoren dieser Bewerbung sind. Der Vortrag beginnt mit einem sehr bewegenden Video, welches Herr Huber mit seinem Fotokurs erstellt hat. In diesem wird deutlich, dass nicht nur die Weltmeere voller Plastikmüll sind, sondern auch unsere eigene Schule nicht von Verschmutzung und Lebensmittelverschwendung befreit ist. Dass gehandelt werden muss, ist allen glasklar! Bevor also konkretisiert wird, wie ein aktives Mitwirken an der RSA aussehen wird, ist es wichtig, dass sich wirklich ALLE daran beteiligen. Ihre symbolische Unterschrift und somit ihr JA zu einem erfolgreichen Weg Richtung Umweltschule setzen die Schüler, indem sie ihre mitgebrachten Schnüre zusammenknoten. Es entsteht ein unendlich langes Band und Zeichen des Eingebundenseins in ein Umdenken und aktives Handeln. Und dieses aktive Handeln beginnt schon für alle mit der anstehenden Klassenzimmer-Olympiade, die ab Montag, 14.03.22 bis Ende des Schuljahres stattfinden wird.

Jetzt heißt es nur noch: Lasset die Spiele beginnen!

Ob Klassenzimmerolympiade, Lipgloss Workshop, Upcycling-Nachmittage oder Rammadamma um das Schulgelände – alle Infos rund um unsere Aktionen findest du hier auf unserer Homepage unter der Rubrik „Umweltschule“.


Maskierungspflicht an der RSA -
hier unterrichtet das Alpaka ein Einhorn

Heute war das Schulhaus noch bunter als sonst! Nachdem die SMV dazu aufrief, am unsinnigen Donnerstag verkleidet in die Schule zu kommen, waren es Einhörner, Zauberer, Wölfe und weitere lustige Gestalten, die Matheaufgaben zu lösen hatten. Sogar eine junge Dame einer allseits bekannten Schule hat sich heute zu uns geschlichen und lehrte uns ihre Zaubertricks. Und wenn sich schon die Schüler in ihre bezaubernden Outfits schmeißen, lassen sich die Lehrkräfte natürlich nicht lumpen und tun es ihnen gleich.

Geschlechterassoziierung in der Gesellschaft

Rosa = „Typisch Mädchen“ – Blau = „Typisch Junge“?

Ist ein Mädchen, das Fußball spielt und die Farbe Blau bevorzugt gleich ein Junge?

Ist ein Junge, der Ballett tanzt und die Farbe Pink mehr mag gleich schwul oder ein Mädchen?

Nein! Jeder ist individuell und jeder sollte genau das machen, was er mag! Da es in der Gesellschaft so vorgelebt wird, assoziiert man ständig die Farbe Blau mit Jungs und die Farbe Pink mit Mädchen. Dies stimmt nicht! Warum muss ein Mädchen ausgerechnet pink mögen und ein Junge blau?

Historisches[1]

Habt ihr eigentlich gewusst, dass die Farben bis in die 40er-Jahre noch andersherum waren?

Im westlichen Kulturkreis war Rosa jahrhundertelang die Farbe der kleinen Jungen. Rosa, auch das „kleine Rot“ genannt, wurde diesem Geschlecht zugeteilt, da Rot als Signalfarbe der Männlichkeit galt. Die Farbe Rot steht unter anderem auch für die Macht. Den Mädchen dagegen wurde Blau angezogen, da dies in der christlichen Tradition und der Symbolik des Mittelalters die Farbe der Jungfrau Maria, der Mutter Gottes, war. Außerdem galt Hellblau als fein und elegant, deshalb war sie auch den Mädchen vorbehalten.

In dem Standardwerk „Wie Farben wirken“ nennt die 2008 verstorbene Sozialwissenschaftlerin Eva Heller zahlreiche Gemälde von der Renaissance bis zu einem Familienbild Königin Victorias, auf denen die Zuordnung noch ganz klar erkennbar ist: Das Jesuskind und andere Knaben tragen Rosa, die Mädchen Hellblau.

[An die Fußballfans unter euch: Die ersten Trikots des 1897 gegründeten Fußballvereins Juventus Turin waren rosa.]

Des Weiteren kam es laut Eva Heller zu dem Farbentausch (Mitte 20. Jahrhundert), weil die Erinnerung an die religiöse Farbsymbolik verblasste und die Arbeitskleidung in den neu entstandenen Fabriken blau war sowie die Marineuniformen. Die Farbe stand fortan für Kraft und Stärke, für Leistung, Durchsetzungsvermögen und für Krieg. Wenn wir heute also die Eigenschaften wie zart und grazil, sanft und schutzbedürftig mit Rosa verbinden, dann ist diese Zuordnung kulturgeschichtlich noch sehr jung, sie ist gemacht, willkürlich und veränderbar.

Im Jahre 1918 schrieb das „Ladies‘ Home Journal“ noch: „Die allgemein akzeptierte Regel ist Rosa für Jungen und Blau für die Mädchen. Der Grund dafür ist, dass Rosa als eine entschlossenere und kräftigere Farbe besser zu Jungen passt, während Blau, weil es delikater und anmutiger ist, bei Mädchen hübscher aussieht.“

Allgemeines

Viele wissen gar nicht, wie schmerzhaft es sein kann, als Mädchen oder als eine junge Heranwachsende von anderen hören zu müssen, dass man ein Junge ist. Es kann keiner davon ausgehen, dass alle Mädchen die Farbe Pink über alles lieben. Es gibt welche, die verabscheuen pink, weil sie die Farbe einfach nicht mögen. Soll dies jetzt schon ein Grund darstellen, dass diese Person ein Junge ist?!

Jeder sollte das machen, worauf er oder sie Lust hat – egal, ob das nun Fußball, Ballettunterricht oder Kickboxen ist.

Ein Beispiel anhand der momentanen Gesellschaft: Zwei Jungs sind beste Freunde, die beiden spielen häufig zusammen Fußball und besuchen auch gemeinsam das wöchentliche Fußballtraining. Einer der beiden merkt aber dann, dass Fußball nicht das Richtige für ihn ist, stattdessen nimmt er am Ballettunterricht teil. Dort wird er ausgelacht, da er der einzige Junge ist. Der angebliche beste Freund will nichts mehr mit ihm zu tun haben, weil er angeblich einen „Mädchensport“ ausführt…

Was genau ist jetzt das Problem?! Ändert es die Sportart, dass er nicht mehr der beste Freund sein kann? Habt ihr vor den anderen Angst, dass ihr ausgelacht werden könntet, da ihr mit einem Jungen befreundet seid, der Ballett tanzt?

Auch im späteren Lebensabschnitt ist es nicht anders. Es gibt viele Berufe, doch wir assoziieren diese, oft unbewusst, nur mit einem der beiden Geschlechter. Berufsbeispiele hierfür wären Erzieher*in, Pilot*in, Zerspanungsmechaniker*in und Florist*in. Welchem Geschlecht hast du diese Berufe zugeordnet?

Bestimmt so…

Berufe für die Frau: Erzieherin, Floristin

Berufe für dem Mann: Pilot, Zerspannungsmechaniker

Warum entscheiden wir so?

Kann denn kein Mann die Berufe Erzieher und Florist ausführen oder keine Frau die Berufe Pilotin und Zerspanungsmechanikerin?

Wir werden oft schon von klein auf in eine solche Denkweise gelenkt.

Wenn wir beispielsweise Spielzeuge genauer in Betracht ziehen, da gibt es Themen bei Jungs, die bei Mädchen keine Erwähnung finden. Andersrum genauso. Wie soll denn ein Jugendlicher für sich herausfinden, ob nicht Erzieher der passende Beruf für ihn ist? Ein solcher besitzt im Kindesalter keine Möglichkeit oder kaum Möglichkeiten zur spielerischen Annäherung an diesen Beruf. Wenn dies anders wäre, würde das schon eine Option für den Kleinen darstellen, sich mit dieser Berufsrichtung vertraut zu machen. Wenn man sich die Marketing-Welt genauer ansieht, merkt man, dass in der Puppenwelt anscheinend keine Väter vorgesehen sind. Puppen sind nur für Mädchen vorgesehen. Wieso? Die meisten von uns wachsen doch auch bei Eltern auf, bestehend aus Mutter und Vater, oder sind bei denen aufgewachsen. [Es gibt natürlich Ausnahmen… gleichgeschlechtliche Eltern, Waisenkinder, Kinder in Heimen,…] Ein Junge kann doch ein guter Vater für eine Puppe sein! Es müssen nicht immer die Mädchen in die Mutterrolle schlüpfen, sondern auch Jungs in die Vaterrolle!

Ich bin mir sicher, dass der ein oder andere den Autor des Artikels für lächerlich hält, aber denkt mal mit eurem Verstand nach und lasst mal die ganzen Klischees der Gesellschaft außen vor. Ist es wirklich so schlimm, wenn Jungs mit Puppen spielen?

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist Kleidung. Wenn man in die Kinderabteilung in einem Kleidungsgeschäft geht, merkt man sofort die Dominanz der Farben Rosa/Pink und Blau. Es gibt kaum noch etwas Neutrales. Würde man die Farbe Rosa nicht gleich mit einem Mädchen assoziieren und die Farbe Blau mit Jungs, bräuchte man keine „neutralen“ Anziehsachen.

Man sollte jedem das machen lassen was er will! Es gibt unzählige junge Heranwachsende (und auch leider Erwachsene), die nicht das tun können, was sie wollen, da diese aufgrund der Gesellschaft in eine andere Richtung gedrängt werden.

Man sollte lernen zu akzeptieren und zu tolerieren, dies wäre der erste Schritt in eine richtige Richtung!


Artikel von einem Schüler/einer Schülerin aus der 10ten Jahrgangsstufe


Für diejenigen, die sich weiter mit solchen Themen beschäftigen wollen:

Aufwachsen mit Geschlechtsstereotypen in den Medien – Entstehung, Wirkung und Umgang:

https://www.bzkj.de/resource/blob/155814/7dba51e3750a471732394005bc5f652a/20202-wie-entstehen-geschlechtsstereotype-und-wie-wirken-sie-sich-aus-data.pdf



[1]Vgl.: https://www.geo.de/wissen/19876-rtkl-geschlechterklischees-warum-die-farbe-rosa-einst-maennersache-war

https://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13232160/Als-richtige-Jungen-noch-Rosa-trugen.html

https://www.sueddeutsche.de/leben/sz-kinderzeitung-geschlechterklischees-typisch-maedchen-typisch-junge-1.1104307-2

Valentinstag

Valentinstag: Der Tag im Jahr, an welchem sich viele die Liebe gestehen oder seinem Partner Blumen, Liebesbriefe oder andere Dinge, um die Liebe zueinander auszudrücken, schenken.

Um dies zu unterstützen, war es in den letzten Jahren an unserer Schule möglich, ein paar Tage vor Valentinstag Rosen für eine gewünschte Person vorzubestellen, welche dann an diese Person am 14. Februar von unserem SMV-Team ausgeteilt wurden. Dieses Jahr findet diese Aktion aus mehreren Gründen nicht statt. Einerseits streben wir den Titel einer Umweltschule an und zu diesem passt das Verteilen von Rosen, die vor dem Kauf mit Pestiziden besprüht werden, einfach nicht dazu. Einen weiteren und nicht weniger wichtigen Grund findet ihr am Ende dieses Artikels. Du solltest also weiterlesen :) Die SMV bleibt aber nicht tatenlos und hat dafür entschieden, einen Artikel über den Valentinstag zu verfassen, damit ihr auch wisst, warum man überhaupt Valentinstag feiert und was diesen Tag ausmacht.

Woher kommt der Valentinstag?

Der genaue Ursprung dieses Tages ist nicht ganz eindeutig bekannt, aber man sagt sich, dass der Valentinstag von dem heiligen Valentin aus Rom stammt. Der heilige Valentin lebte im 3. Jahrhundert und war bekannt als der Schutzpatron der Liebenden. Angeblich traute er Liebespaare, obwohl der Kaiser es verboten hatte und die von ihm getrauten Paare sollten besonderes Glück in ihrer Ehe gehabt haben. Der Grund, warum der Valentinstag genau am 14. Februar ist, liegt daran, dass an diesem Tag der heilige Valentin auf Befehl des Kaisers enthauptet wurde.

Was ist der Sinn des Valentinstags?

Schon seit dem 15. Jahrhundert schenken sich Paare in England an diesem Tag gegenseitig kleine Geschenke oder Liebesgedichte. In Deutschland gibt es seit 1950 den offiziellen Valentinstag, an welchem Valentinstänze veranstaltet werden oder mittlerweile das Verschenken von Blumen als Hauptgeste bekannt wurde. Der Hauptsinn an diesem Tag besteht allerdings immer noch aus dem Punkt, seinen Geliebten die Liebe auszudrücken, egal ob mit einem luxuriösen Geschenk oder einer liebevollen Geste wie zum Beispiel einem entspannten Filmabend oder einem romantischen Liebesgedicht.

Eine Mitschülerin..


Und ein Verbindungslehrer:

Überleg mal: Worüber freust du dich mehr? Über ein Geschenk oder eine Aufmerksamkeit, an die alle an diesem Tag denken, oder über eine nette, liebevolle Geste, die tatsächlich von Herzen kommt?
Schenk deinen Liebsten Zeit, Aufmerksamkeit, auch mal was Süßes oder was Schönes, weil du es möchtest, nicht weil du glaubst, es tun zu müssen!
Jedes Jahr sehen wir, wie manche mit Rosen überhäuft werden, andere komplett leer ausgehen. Nicht unbedingt weil erstere die tollsten und letztere die langweiligsten Menschen sind! Sondern auch, weil manche Freunde und Freundinnen diesen Tag überbewerten und andere den Tag realistisch sehen. Wenn dir dein Freund, deine Freundin, ein Freund, eine Freundin wichtig ist, kümmere dich um ihn oder sie! Kümmere dich selbst um deine Freunde!
Oder, welch ausgefallener Gedanke, sag ihnen einfach mal an einem beliebigen Tag, in einem beliebigen Moment, wie wichtig sie dir sind!
Und, ja, Schokolade ist auch sinnvoll!